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Hamburger Bahnhof Früherer Kopfbahnhof der Berlin-Hamburger-Eisenbahngesellschaft

Der Hamburger Bahnhof an der Invalidenstraße in Berlin, ist der einzige erhaltene Kopfbahnhof aus dem 19. Jahrhundert.

Hamburger Bahnhof

Hamburger Bahnhof

Der Hamburger Bahnhof an der Invalidenstraße

Der Endbahnhof entstand zwischen den Jahren 1845 und 1847 vor der Stadtmauer Berlins an der Invalidenstraße 50-51. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich der Lehrter Bahnhof, auf dessen Gebiet heute der Berliner Hauptbahnhof steht. Auftraggeber war die Berlin-Hamburger-Eisenbahngesellschaft. Das Bahnhofs-Gegenstück in Hamburg war der ehemalige Berliner Bahnhof an den heutigen Deichtorhallen zwischen Banks- und Amsickstraße (1903 stillgelegt).

Lehrter- und Hamburger Bahnhof um 1875

Lehrter- und Hamburger Bahnhof um 1875

Das Bahnhofsgebäude stammt von Friedrich Neuhaus

Das Bahnhofsgebäude wurde vom Friedrich Neuhaus, dem Begründer und Direktor der Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft sowie dem Baumeister Ferdinand Wilhelm Holz entworfen. In seinem Stil wurde der Bahnhof Vorbild für viele weitere Bahnhöfe in den preußischen Provinzen. Das repräsentative Gebäude enthält spätklassizistische Formen. Zudem ließen sich die Bauherren von der italienischen Renaissance beeinflussen. Zur Invalidenstraße zeigt sich die schöne Schaufassade mit zwei seitlichen Blocktürmen, die das hintere Bahnhofsgebäude mit Seitenflügeln umschließt. Dazwischen befinden sich monumentale Rundbogenportale, die über die Bahngleise ragen und das Dach tragen.

Mittelhalle

Mittelhalle

Die Geschichte der Berlin-Hamburger Eisenbahn

Die ehemalige Eisenbahngesellschaft verband ab 1842 die beiden Städte Hamburg mit Berlin auf einer Länge von 435 Kilometern. Das Baukapital betrug die für die damalige Zeit unglaubliche Summe von 8 Millionen Talern und muss zwischenzeitlich noch aufgestockt werden. Am 15. Dezember 1845 konnte die Strecke feierlich eröffnet werden. Die Verwaltung war zwischen einer Berliner- und einer Hamburger-Deputation geteilt. Die Einnahmen aus dem Güterverkehr wuchsen überraschend schneller als die des Personenverkehrs (1850 2 Mio. auf 1880 12 Mio.) und waren in den Endjahren dreimal höher. Hierdurch wuchs auch der Wert der gesamten Anlage auf 34 Millionen Taler, wodurch eine hohe Dividende gezahlt werden konnte (19,5 % 1882). 1884 wurde die Bahngesellschaft für 112,5 Mio. Taler an den preußischen Staat verkauft, u. a. deshalb, um die Hauptstadt mit den Hauptseehafens Deutschlands zu verbinden.

Verstaatlichung des Hamburger Bahnhofs und

Nach der Verstaatlichung wurde der Hamburger Bahnhof 1885 geschlossen, da er dem stark steigenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht wurde. Teile der Gebäude wurden seitdem für Wohn- und Verwaltungszwecke genutzt. Anstelle der Bahnsteighalle errichtete man die heute bestehende dreischiffige Ausstellungshalle (1905) für das neu geschaffene Verkehrs- und Baumuseum. Unter dem Chef des Museums Ernst Schwarz, ergänzte man das Haupthaus zwischen 1911 und 1916 noch um zwei Seitenflügel zu einem Ehrenhof im klassizistischen Stil.

Beleuchtete Blockecktürme

Beleuchtete Blockecktürme

Museum für zeitgenössische Kunst

Stark beschädigt, über nahm der Berliner Senat den Hamburger Bahnhof 1984. Seit 1996 beherbergt der Hamburger Bahnhof das Museum zeitgenössische Kunst. Beim Museum handelt es sich um eine Abteilung der Neuen Nationalgalerie unter dem Dach der Staatlichen Museen Preußischen Kulturbesitz. Die Neugestaltung geht auf Josef Paul Kleihues zurück.

 

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und Berlin. Google+
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