Berliner Domkirche Der größte und prächtigste Kirchenbau Berlins

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Die evangelische Berliner Domkirche (auch Berliner Dom genannt) ist der größte und zugleich auch der prächtigste Berliner Kirchenbau. Die Kirche liegt auf der Spreeinsel und Museumsinsel in Berlin Mitte.

Berliner Dom beim Festival of Lights
Berliner Dom beim Festival of Lights

Die beiden Vorgängerbauten

Der Berliner Dom hat zwei prominente Vorgängerbauten. Im Jahr 1750 ließ König Friedrich II. (der Alte Fritz, der Soldatenkönig) vom Architekten Johann Boumann dem Älteren einen ersten Berliner Dom errichten. Dieser bestand bis ins Jahr 1816. Der bekannte preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel zeichnete sich für den Nachfolge-Bau aus. Zwischen den Jahren 1816 und 1822 baute er den Dom komplett um. Doch schon im Jahr 1893 wurde der zweite Dom abgerissen, um Platz für den bis heute erhaltene Berliner Dom zu schaffen.

Der Dom ist ein prächtiger Bau im Stil des Barocks sowie der Hochrenaissance

Von 1894 bis 1905 wurde die Domkirche im Herzen Berlins nach dem Entwurf des Architekten Julius Raschdorff geplant und gebaut. Der Berliner Dom, auch Oberpfarr- und Domkirche genannt, zeichnet sich durch seinen Baustil des Barocks und der italienischen Hochrenaissance aus. Er erhielt eine zweigeschossige Hauptfront mit einer Säulenhalle. Vorgelagert ist eine breite Granitfreitreppe. Der Berliner Dom besteht aus der Predigtkirche in der Mitte mit Platz für 1650 Besuchern. Im Süden finden sich die Tauf- und die Traukirche. Die Denkmalskirche wurde leider 1975 abgerissen. Die mächtige Kuppel, die die Predigtkirche überragt, ist 98 Meter hoch und misst 33 Meter in der Breite. Daneben verfügt das Gotteshaus über vier weitere Ecktürme

   

Das prächtige Innere des Berliner Doms

Die Orgel der Predigtkirche entstammt der Werkstatt von Wilhelm Sauer, einem Orgelbauer aus Schönbeck. Sie hat nicht weniger als 7000 Pfeifen. Der Altar stammt von aus dem Vorgängerbau. Er wurde von von Friedrich August Stüler entworfen und besteht aus weißem Marmor und Onyx. Die golden Apostelschranke ist Karl Friedrich Schinkel zu verdanken, die Kanzel ist hingegen ein Entwurf von Otto Raschdorff (Sohn des Dombaumeisters). Ein Muss ist ein Besuch des Museum im Berliner Dom. Es befasst sich mit der Baugeschichte des Hauses inklusiver vieler Modelle. Grandios ist auch der Ausblick der sich dem Besucher von der Kuppel eröffnet. In 50 Meter Höhe hast du einen herrlichen Blick auf die Bauakademie, die Neue Synagoge oder das Rote Rathaus.

Im Herzen liegt die Gruft der Hohenzollern

Im Inneren des Berliner Doms befindet sich auch die Gruft der Hohenzollern Adelsfamilie. Hier wurden ab 1536 Mitglieder der Familie beigesetzt, unter ihnen ehemalige preußische Könige des Herrscherhauses. Darunter befindet sich das Grab des Kurfürsten Friedrich Wilhelm dem Großen, sowie König Friedrich I. Deutsche Kaiser sind in Mausoleum jedoch nicht beigesetzt. So ruht Kaiser Wilhelm II. als letzter Deutscher Kaiser beispielsweise in der Provinz Utrecht (Niederlande) im Mausoleum des Haus Doorn. Friedrich der Große (Friedrich II. der Soldatenkönig) wurde hingegen auf eigenen Wunsch in der Gruft unter der Terrasse von Schloss Sanssouci in Potsdam beigesetzt.

Der Architekt der Berliner Domkirche: Julius Raschdorff

Aus dem schlesischen Pleß (heute Polen) stammte der 1823 geborene Architekt Julius Carl Raschdorff. Seine Abiturprüfung legte Raschdorf 1842 in Gleiwitz ab und wurde anschließend Feldmesser. Er studierte von 1845 bis 1853 an der berühmten Berliner Bauakademie und wurde anschließend Baubeamter in der preußischen Provinz. Ab 1854 wurde er 2. Stadtbaumeister und schließlich sogar 1. Stadtbaumeister in Köln (1854-1878). Als Privatarchitekt wirkte er in der Folgezeit und entwarf u. a. das Ständehaus in Düsseldorf (1876-1880). 1878 wurde er zum Professor für Baukunst an der TH Charlottenburg.

   

Blick von der 50 Meter hohen Kuppel:

1914 schied er aus dem Amt nachdem er über 220 Gebäude an 40 Orten entworfen hatte (100 Gebäude wurden verwirklicht). Vor dem Berliner Dom befindet sich eine Statue des berühmten Architekten die Adolf Brütt 1895 schuf. Raschdorff starb hochbetagt am 1914 bei Buckow. Sein Ehrengrab befand sich auf dem Dorotheenstädtischen Kirchhof II in Berlin Mitte, wurde jedoch leider zerstört. Weitere bekannte Gebäude nach den Plänen von Raschdorff (Auswahl): Ständehaus in Düsseldorf (1876-1880), Apostelgymnasium in Köln (1859-1866), Evangelische Kirche in Berlin (1884-1885), Landtag des Saarlandes (1865-1866).

Kuppel
Kuppel

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Chris

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