5 Fakten zur Charité, die ihre Geschichte greifbar machen Über 300 Jahre Medizin, Forschung und Berlin
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin zählt zu den renommiertesten Krankenhäusern Europas und ist weit über Deutschland hinaus bekannt. Sie steht nicht nur für medizinische Spitzenforschung und exzellente Patientenversorgung, sondern ist auch ein Ort mit jahrhundertealter Geschichte mitten im Herzen Berlins.
Gegründet im frühen 18. Jahrhundert, entwickelte sich die Charité von einem Pesthaus zu einem der größten Universitätskliniken Europas. Heute verbindet sie historische Architektur mit hochmoderner Medizin – ein spannender Kontrast, der sich auch fotografisch hervorragend festhalten lässt.
Der historische Hintergrund
- 1710 ließ König Friedrich I. von Preußen ein Lazarett errichten
- Es sollte vor allem Arme, Kranke und Ausgegrenzte aufnehmen
- Der französische Name war damals üblich und galt als gebildet und modern
Der Name Charité leitet sich vom französischen Wort für Nächstenliebe ab. Er erinnert daran, dass das berühmte Krankenhaus ursprünglich als Ort der Fürsorge für Kranke und Bedürftige gegründet wurde.
Geschichte der Charité – vom Lazarett zur Spitzenmedizin
Die Charité wurde 1710 ursprünglich als Quarantäne- und Pesthaus vor den Toren Berlins errichtet. Erst später entwickelte sie sich zu einem Krankenhaus und schließlich zu einer medizinischen Lehr- und Forschungseinrichtung von internationalem Rang.
Im 19. und 20. Jahrhundert wirkten hier zahlreiche Mediziner, die die moderne Medizin entscheidend prägten. Trotz Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der Teilung Berlins blieb die Charité ein medizinisches Zentrum – heute vereint sie Forschung, Lehre und Versorgung auf höchstem Niveau.
„Medizin ist eine soziale Wissenschaft, und Politik ist weiter nichts als Medizin im Großen.“ — Rudolf Virchow
Die Charité heute
Heute ist die Charité eine gemeinsame Einrichtung der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin. Sie verteilt sich auf mehrere große Campusbereiche und behandelt jährlich hunderttausende Patientinnen und Patienten.
Neben ihrer medizinischen Bedeutung ist die Charité auch ein wichtiger Bestandteil des Berliner Stadtbildes – insbesondere der historische Campus in Berlin-Mitte mit seinen klassizistischen und wilhelminischen Gebäuden.
Überblick

🏥 5 Fakten zur Charité – Universitätsmedizin Berlin, die ihre Geschichte greifbar machen
Infos zur Charité auf einen Blick
- 📍 Standort: Berlin
- 🏥 Gründungsjahr: 1710
- 🎓 Status: Universitätsklinikum
- 🏫 Anzahl der Campus: 4
- 👩⚕️ Mitarbeitende: über 20.000
- 🧑🎓 Studierende: mehrere tausend Medizinstudierende
- 🧪 Forschung: international führend
- 🏅 Nobelpreisträger: über 50 mit der Charité verbunden
Architektur & Fotografie
Der Campus Charité Mitte bietet besonders viele fotografische Motive: historische Backsteinfassaden, großzügige Innenhöfe, moderne Klinikbauten und spannende Lichtstimmungen – vor allem am frühen Morgen oder in der Blauen Stunde.
Auch der Kontrast zwischen Tradition und Hightech macht die Charité zu einem interessanten Motiv für Architektur- und Stadtfotografie.
Bedeutung für Berlin
Die Charité ist nicht nur ein Krankenhaus, sondern ein Symbol für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Berlin. Sie zieht Fachkräfte aus aller Welt an und prägt das internationale Ansehen der Stadt maßgeblich mit.
„Wenn die Wissenschaft einen Fortschritt macht, so bedeutet das nicht nur eine Bereicherung des Wissens, sondern auch eine Befreiung des Menschen.“ — Robert Koch
Welche Krankheit wurde an der Charité besiegt?
An der Charité – Universitätsmedizin Berlin identifizierte Robert Koch im Jahr 1882 erstmals den Erreger der Tuberkulose (Mycobacterium tuberculosis). Diese Entdeckung machte die Krankheit beherrschbar – durch Diagnose, Isolation, Hygiene und später gezielte Therapien.
🏅 Nobelpreisträger der Charité (Auswahl)
Mehr als 50 Nobelpreisträger stehen in Verbindung mit der Charité – darunter Pioniere wie Robert Koch, Emil von Behring und Paul Ehrlich. Ihre Forschung machte Berlin zu einem der weltweit wichtigsten Zentren der modernen Medizin. Viele Nobelpreisträger waren nicht nur an einem Ort tätig. Die Charité war im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein zentraler Knotenpunkt der Medizin. Forschung fand oft in Instituten in enger Verbindung zur Charité statt.
Zerstörte Vielfalt – Herausragende Ärzte in Berlin
Den Text in den Bildern kannst du dir hier als PDF Download herunterladen.
FAQs zur Charité Berlin
Was ist die Charité?
Die Charité ist das größte Universitätsklinikum Europas und eines der renommiertesten Krankenhäuser weltweit.
Wo befindet sich die Charité?
Die Charité hat mehrere Standorte in Berlin, darunter Charité Mitte, Virchow-Klinikum, Campus Benjamin Franklin und Campus Berlin-Buch.
Wann wurde die Charité gegründet?
Die Gründung erfolgte im Jahr 1710 als Pest- und Lazarettgebäude.
Ist die Charité öffentlich oder privat?
Die Charité ist eine öffentliche Einrichtung und gehört zu den staatlichen Universitätskliniken.
Warum ist die Charité so bekannt?
Sie ist international bekannt für ihre medizinische Forschung, exzellente Lehre und zahlreiche Nobelpreisträger.
Kann man die Charité fotografieren?
Außenaufnahmen der Gebäude sind problemlos möglich. Für Innenaufnahmen gelten je nach Bereich besondere Regeln und Genehmigungspflichten.



