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Brandenburger Tor Das Wahrzeichen der Hauptstadt

Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in Berlin Mitte wurde zwischen 1788 und 1791 aus Elbsandstein errichtet. Es ist eines der schönsten Gebäude des deutschen Klassizismus. Der Entwurf geht auf den Baumeister und Architekten Carl Gotthard Langhans zurück. Das vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. in Auftrag gegebene Tor, ist Berlins bekanntestes Wahrzeichen und darüber hinaus ein nationales Symbol. Zu beiden Seiten befinden sich Torhäuser mit dem Kriegsgott Mars und der Götting Minerva (Beschützerin der Handwerker) von Johann Gottfried Schadow. Gekrönt wird die das Brandenburger Tor von der fünf Meter hohen Quadriga. Sie stellt die Siegesgöttin Viktoria dar, die auf Ihrem Streitwagen von vier Pferden gezogen wird.

Brandenburger Tor

Carl Gotthard Langhans

Langhans wurde 1732 im schlesischen Landeshut (heute Polen) geboren. Seine Bauwerke gehören zum architektonische Stil des Klassizismus. Als Sohn eines Konrektors (Schulleiter) studierte er zwischen 1753 und 1757 Mathematik und Sprachen sowie Jura in Halle. Seiner Leidenschaft, der Architektur, frönte er neben dem Studium. Als Bauinspekteur plante er die Wideraufbau des Stadtpalais in Breslau. Der Auftrag für den Fürsten von Hatzfeld machte Ihn auch prompt am Berliner Hof bekannt, für die er dann die ersten Aufträge ausführte. Langhans heiratete 1771 Elisabeth Jaeckel, die Tochter eine Rechtsgelehrten aus Breslau, mit der er fünf Kinder hatte. Im Anschluss zog die Familie in die Charlottenstraße 48 nach Berlin. Nach 1775 wurde Langhans zum Leiter des Breslauer Kriegs- und Domänenkammer und 1788 schließlich Direktor des Oberhofbauamtes in Berlin.  Neben dem Brandenburger Tor entwarf Langhans das Belvedere und Schlosstheater im Schlosspark Charlottenburg sowie das Marmorpalais im Neuen Garten in Potsdam. 1808 starb Carl Gotthard Langhans in Breslau.

Klassizismus

Der Klassizismus ist zeitlich zwischen dem Barock und dem Historismus angesiedelt. Zeitlich ist diese Periode zwischen 1770 und 1840 angesiedelt. Zum Klassizismus gehört auch die Form des Biedermeier. Der architektonische Stil basiert auf den Formen der italienischen Frührenaissance und des griechischen Tempelbaus mit den markanten Säulen. Wichtige Gebäude des Klassizismus sind der Triumphbogen in Paris, die Glyptothek in München und das Brandenburger Tor in Berlin.

Verschleppung und Rückkehr

Nach der verlorenen Schlacht der Preußen gegen Napoleon bei Jena 1806, wird die Quadriga als Beute nach Paris gebracht. Als jedoch die Truppen Blüchers und Wellingtons den französischen Kaiser bei Waterloo besiegen, gelangt die Siegesgöttin 1814 in einem Siegeszug (genannt Retourkutsche) zurück nach Berlin. Der Architekt, Baumeister und Stadtplaner Schinkel, verändert daraufhin die Quadriga. Sie erhält ein Eisernes Kreuz (Auszeichnung für Soldaten der Befreiungskriege gegen Napoleon), einen Eichen- statt Lorbeerkranz, sowie den preußischen Königsadler als Krönung.

Zweiter Weltkrieg

Die Nationalsozialisten planten im Zuge der Umgestaltung Berlins zur Welthauptstadt Germania eine lange Nord- Südachse. Das Brandenburger Tor lag dazwischen und sollte von Fahrzeugen umfahren werden können. Hierzu kam es jedoch nicht mehr. 1942 nahm man zur Sicherheit einen Gipsabdruck von der Quadriga, um bei Verlust oder Beschädigung eine Kopie der anfertigen zu können. Beim Kampf um Berlin wurde das Viergespann stark beschädigt und nur ein Pferdekopf blieb erhalten. Dieser ist im Märkischen Museum in Berlin zu besichtigen.

Nachkriegszeit

1957 erfolgte der Wiederaufbau mit einer neuen Quadriga durch Hermann Noack aus Friedenau. Jedoch entfernte man die Quadriga 1958 bereits wieder und brachte Sie in den Neuen Marstall. Preußenadler und Eisernes Kreuz ließ man entfernen, denn sie seien ein Zeichen des Militarismus. Nach dem Bau der Berliner Mauer stand das Tor direkt auf dem Sperrgebiet der Grenze zwischen BRD und DDR. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1989 erhielt das Tor eine umfassende Sanierung und die Siegesgöttin ihr eisernes Kreuz sowie den Adler zurück.

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und Berlin.
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