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Messe Berlin Über 195 Jahre Geschichte in Berlin-Witzleben

Erste Ausstellungen auf dem heutigen Messegelände

Bereits 1822 finden die ersten Ausstellungen auf dem heutigen Messeplatz in Berlin statt. 1924 eröffnet dann die heute unter dem Namen IFA – Internationale Funkausstellung als „Große Deutsche Funkausstellung“ Ihre Pforten. In diesen Zeitraum fällt auch der Bau der Messehalle „Haus der Funkindustrie“ sowie des Funkturms. Vier Jahre Später folgt die erstmalige Veranstaltung der Internationalen Luftfahrtausstellung – ILA. 1979 wurde das Gebäude-Ensemble um das markante Internationale Congress Centrum Berlin ergänzt. Damals war Gebäude mit seiner Aluminium-Fassade eines der größten Kongresshäuser der Welt, mit einer Grundfläche von 313 mal 89 Metern. Später ergänzte man die Messe noch um das „Panorama“ Berlin, einem Ausstellungsgebäude in dem die relevanteste Modemesse im deutschsprachigen Raum stattfindet.

Wahrzeichen der Stadt – Der Berliner Funkturm

Als eines der Wahrzeichen der Stadt Berlin ist der Funkturm mit seine 146,7 Metern in die Geschichte eingegangen. Der seit 1966 unter Denkmalschutz stehende Stahlfachwerkturm wurde 1926 vom den Bauherrn der Gemeinnützigen Berliner Messe-Aufbau G.m.b.H. und dem Architekten Heinrich Straumer auf der Anhöhe von Berlin-Witzleben entworfen und errichtet. Dem ehemaligen Direktor des Berliner Messe-Amtes Alfred Schick und dem Journalisten Karl Vetter ist es jedoch zu verdanken, dass es nicht bei einem reinen Funkturm für den Radioempfang blieb. Stattdessen wurde der Bau mit einer zusätzlichen Aussichtsplattform in 124,09 und 121,49 Meter Höhe sowie einem Restaurant auf 51,65 Meter Höhe ergänzt, die über eine Fahrstuhl zu erreichen waren. Unweit des Berliner Funkturms befindet sich das Haus des Rundfunks, in dem Rundfunk- und Fernsehübertragungen in Deutschland ihren Anfang nahmen.

Die Deutschlandhalle an der Avus

Anlässlich der Olympischen Spiele 1936 in Berlin begann man mit dem Bau einer Mehrzwecke-Veranstaltungshalle. Federführend waren der damalige Architekt, Direktor Franz Ohrtmann sowie der Bauunternehmer Fritz Wiemer. Ein Jahr später konnte die Halle von Adolph Hitler eröffnet werden. Für die damaligen Verhältnisse handelte es sich um einen sehr großen Stahlbau, der 117 Meter lang und 83 breit war und 10-16.000 Personen Platz bot. Neben Boxkämpfen fanden hier auch Tier-Aufführungen sowie Hallenflüge der ersten Hubschrauber-Modelle statt. Darunter die Focke-Wulf FW 61 mit der Pilotin Hanna Reitsch. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg, wurde die Halle erst 1957 wieder eröffnet. In West-Berlins größter Veranstaltungshalle fanden bis ihrem Abriss 2011, zahlreiche Konzerte wie den Rolling Stones, Erik Clapton und AC/DC statt sowie Basketball- und Eishockeyspiele. Heute steht auf dem ehemaligen Geländer der Deutschlandhalle die Messehalle CityCube Berlin.

Avus – Die ehemalige Rennstrecke am Messeturm

Die Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße – Avus war eine Rennstrecke die heute Teil der Autobahn A 115 ist. Sinn und Zweck der Strecke war es die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie in Deutschland durch eine Teststrecke zu stärken auf der man Auto erproben konnte. Erst 1921 endgültig fertiggestellt durch Gelder von Hugo Stinnes, konnte sie mit einer der ersten Asphalt-Decken ausgestattet werden. Mit dem Großen Preis von Deutschland fand 1926 erstmals wieder ein großes Autorennen auf der Avus statt. In der Folge kamen über 300.000 Zuschauer zu diesen wiederkehrenden Rennen. Markant ist bis heute der erhaltene Zielrichterturm, der heute ein Motel ist, mit der Zuschauertribüne am Ausgang der Nordkurve. Früher wurde die Nordkurve in eine Steilkurve von über 43 Grad umgebaut, um die Rundengeschwindigkeit der Rennautos zu erhöhen. Glanzvolle Namen der deutschen Renngeschichte sind mit der Avus für immer verbunden. Darunter Rennfahrer wie Adolf Rosenberger (Mercedes), Rudolf Caracciola (Mercedes) und Bernd Rosemeyer (Auto Union – Audi), die in ihren Grand-Prix-Rennwagen, genannt Silberpfeile, über 400 km/h fuhren.

Quellen u. a. www.messe-berlin.de

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Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und Berlin.

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