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Gendarmenmarkt Der schönste Platz Berlins

Der Gendarmenmarkt in Berlin Mitte entstand 1688 nach den Plänen des Architekten Johann Arnold Nering. Der Platz gilt auch als historische Mitte Berlins. Früher gehörte der Platz zur Vorstadt Friedrichstadt die 1710 in Berlin eingemeindet wurde. Auf dem Platz, der allgemein als der schönste Platz Berlins gilt, stehen so bekannte Gebäude wie der Deutsche und der Franzoesische Dom (1780–1785, Architekt Carl von Gontard) sowie das Schauspielhaus (1821, Architekt Karl Friedrich Schinkel). Der Auftrag zum Bau des Gendarmenmarkt geht auf den Großen Kurfürst Friedrich III. (später König Friedrich I. von Preußen) zurück. Der Name geht auf die Ställe des dort stationierten Garderegiments „Gens d´armes“ zurück.

Marktgrafenstrasse - Höhe Gendarmenmarkt

Johann Arnold Nering

Nering war Baumeister und Ingenieur und stammt aus Wesel, wo er als ältester Sohn eines Juristen 1659 zur Welt kam. Das Studium des Festungsbaus wurde ihm durch ein Stipendium des Kurfürsten Friedrich Wilhelms ermöglicht. Anschließend folgte 1677 ein Studium der Ingenieurskunst (vermutlich in den Niederlanden). Unter Michel Matthias Schmids (Schleusen und Brückenbau) arbeitete er nach dem Studium im kurbrandenburgischen Dienst. Von 1684 an arbeitete er sich vom Oberingenieur bis zum Oberbaudirektor hoch (1691). Früh folgen Arbeiten am Köpenicker Jagdschloss sowie an der Orangerie des Schlossgartens. Kurfürstin Charlotte zog Nering schließlich zur Erweiterung des Schloss Charlottenburgs zu Rate. Der mittlere Bau des Schlosses in Berlin wir insgeheim als Neringhaus bezeichnet. 1695 verstarb Nering in Berlin.

Französische Hugenotten

In der Friedrichsstadt siedelt vornehmlich religiös verfolgte französische Hugenotten aus Frankreich (Protestanten). Unter dem Edikt von Potsdam (auch Toleranzedikt, Erlass) gewährte der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg dieser Gruppe Schutz an. Im katholischen Frankreich wurden die Hugenotten wegen Ihrer Religion verfolgt. Der Kurfürst, selbst Anhänger des lutherischen Calvinismus aus dem sich der Protestantismus entwickelte, sah in dieser Gruppe jedoch willkommene Einwanderer für sein unterentwickeltes Land. Zudem befanden sich viele gut ausgebildete Handwerker unter den Hugenotten, die er für die Entwicklung Brandenburgs nach den Zerstörungen des 30. Jährigen Krieges dringend brauchte. Um möglichst viele Glaubensflüchtlinge zu gewinnen lockte er diese mit der Befreiung von Steuern und Zöllen, Subventionen für Firmen. 20.000 von ihnen immigrierten schließlich nach Brandenburg und die Einwohnerzahl Berlins stieg um ein Drittel an. Es war die zweite wirtschaftlich bedeutsame Einwanderungswelle nach Aufnahme von verfolgten Juden aus Österreich (1671).

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und Berlin. Google+
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