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Berliner Domkirche Größer Kirchenbau Berlins

Die evangelische Berliner Domkirche ist der größte Berliner Kirchenbau. Die Kirche liegt auf der Spreeinsel und Museumsinsel in Berlin Mitte. Von 1894 bis 1905 wurde sie nach dem Entwurf des Architekten Julius Raschdorff geplant und gebaut. Der Berliner Dom, auch Oberpfarr- und Domkirche genannt, zeichnet sich durch seinen Baustil des Barocks und der italienischen Hochrenaissance aus. Es besteht aus der Predigtkirche unter dem Kuppelbau sowie der Tauf- und Traukirche. Die Predigtkirche bietet Platz für 1650 Besucher und die Kuppel ist 75 Meter hoch und misst 33 Meter in der Breite. Die Orgel der Predigtkirche entstammt der Werkstatt von Wilhelm Sauer, einem Orgelbauer aus Schönbeck.

Berliner Domkirche

Architekt der Berliner Domkirche: Julius Raschdorff

Aus dem schlesischen Pleß (heute Polen) stammte der 1823 geborene Architekt Julius Carl Raschdorff. Seine Abiturprüfung legte Raschdorf 1842 in Gleiwitz ab und wurde anschließend Feldmesser. Er studierte von 1845 bis 1853 an der berühmten Berliner Bauakademie und wurde anschließend Baubeamter in der preußischen Provinz. Ab 1854 wurde er 2. Stadtbaumeister und schließlich sogar 1. Stadtbaumeister in Köln (1854-1878). Als Privatarchitekt wirkte er in der Folgezeit und entwarf u. a. das Ständehaus in Düsseldorf (1876-1880). 1878 wurde er zum Professor für Baukunst an der TH Charlottenburg. 1914 schied er aus dem Amt nachdem er über 220 Gebäude an 40 Orten entworfen hatte (100 Gebäude wurden verwirklicht). Vor dem Berliner Dom befindet sich eine Statue des berühmten Architekten die Adolf Brütt 1895 schuf. Raschdorff starb hochbetagt am 1914 bei Buckow. Sein Ehrengrab befand sich auf dem Dorotheenstädtischen Kirchhof II in Berlin Mitte, wurde jedoch leider zerstört. Weitere bekannte Gebäude nach den Plänen von Raschdorff (Auswahl): Ständehaus in Düsseldorf (1876-1880), Apostelgymnasium in Köln (1859-1866), Evangelische Kirche in Berlin (1884-1885), Landtag des Saarlandes (1865-1866).

Im Inneren: Die Gruft der Hohenzollern

Im Inneren des Berliner Doms befindet sich auch die Gruft der Hohenzollern Adelsfamilie. Hier wurden ab 1536 Mitglieder der Familie beigesetzt, unter ihnen ehemalige preußische Könige des Herrscherhauses. Deutsche Kaiser sind in Mausoleum jedoch nicht beigesetzt. So ruht Kaiser Wilhelm II. als letzter Deutscher Kaiser beispielsweise in der Provinz Utrecht (Niederlande) im Mausoleum des Haus Doorn. Friedrich der Große (Friedrich II. der Soldatenkönig) wurde hingegen auf eigenen Wunsch in der Gruft unter der Terrasse von Schloss Sanssouci in Potsdam beigesetzt.

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte und Berlin. Google+
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